Mammografie
Untersuchung der Brüste
Aufbau
Die gesunde Brust einer erwachsenen Frau besteht zum größten Teil aus Fett und Drüsengewebe. Man kann sich die Struktur der milchproduzierenden Zellsysteme in der Brust wie ein Bündel Trauben vorstellen.
Bei der geschlechtsreifen Frau unterliegt die Brust hormonbedingt zyklischen Veränderungen.
Häufige Befunde
- Zysten; Sie machen sich ab einer bestimmten Größe als Schwellung bemerkbar und sind je nach Brustgröße tastbar. Dies beunruhigt natürlich, da es durch Tasten alleine nicht möglich ist, eine Zyste von einem bösartigen Tumor zu unterscheiden. Durch die pralle Füllung machen Zysten u.U. zyklusabhängig des öfteren Schmerzen.
- Fibroadenom; Es handelt sich um gutartige Geschwülste (Tumoren) der Brust. Sie sind relativ häufig, vor allem bei jüngeren Frauen. Knapp aller Frauen vor den Wechseljahren sind ebenfalls davon betroffen. Fibroadenome bestehen im Wesentlichen aus gewuchertem Bindegewebe und können gelegentlich einen Spannungsschmerz hervorrufen.
- Mastopathie; Es steht für eine ganze Gruppe von gutartigen Veränderungen, denen eines gemeinsam ist, die Vermehrung von Bindegewebe in der Brust. Genaue Ursachen sind nicht bekannt. Sicher ist, dass die Östrogene eine entscheidende Rolle bei der Entstehung spielen. Eine Mastopathie führt häufiger zu zyklusabhängigen Schmerzen.
- Brustkrebs; Damit bezeichnet man die unkontrollierte und vermehrte Teilung von Zellen des Brustgewebes. Der Organismus hat die Wachstumskontrolle über diese Zellen verloren. Der Krebs wächst in umliegendes Gewebe ein und zerstört es. Werden Lymphbahnen und Blutgefäße befallen, kann eine Verteilung von Krebszellen in entfernte Körperregionen auftreten (Metastasierung).
Was können wir für Sie tun?
Die Mammographie ist weiterhin das wichtigste Verfahren zur Beurteilung der Brust. Als Vorsorgeuntersuchung wird sie jedoch nicht mehr von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Ergänzend hierzu ist oft eine zusätzliche Sonographie hilfreich. Dies gilt vor allem bei Frauen mit einer schwer beurteilbaren, da dichten Brust. Oft liegt bei jungen Patientinnen ein dichteres oder knotiges Brustdrüsengewebe vor. Die Ultraschalluntersuchung gibt Aufschluss darüber, ob es sich bei einer Veränderung bzw. einem unklaren Knoten um eine mit Flüssigkeit gefüllte Zyste oder um einen soliden Tumor handelt. Der große Vorteil der Sonographie besteht u.a. darin, dass sie völlig nebenwirkungsfrei ist. Als alleinige Untersuchungsmethode hat die Ultraschalluntersuchung allerdings nicht die Aussagekraft einer Mammographie. Beide Untersuchungen ergänzen sich.
Wir bitten Sie Ihre Voraufnahmen zur Untersuchung mitzubringen, um einen Vergleich zwischen den einzelnen Aufnahmen zu ermöglichen.
Mammographie
Während der Aufnahme wird die Brust vorsichtig zusammengedrückt. Unsere Assistentinnen werden dabei auf Ihr persönliches Schmerzempfinden Rücksicht nehmen. Wir bitten Sie zu beachten, dass die für ein gutes Röntgenbild notwendige Strahlendosis umso niedriger ist und das Bild umso besser beurteilbar ist, je besser komprimiert wird. Von jeder Brust werden zwei Aufnahmen angefertigt, um Überlagerungseffekte auszuschließen. Die Strahlenbelastung konnte durch neueste Techniken innerhalb der letzten 10 Jahre drastisch vermindert werden. Des Weiteren relativiert sie sich, wenn man bedenkt, dass sich die Heilungschancen erheblich erhöhen, je früher das Karzinom entdeckt wird.
Der Arzt wird mit Ihnen zusammen die Röntgenbilder der Mammographie besprechen. Er wird die angefertigten Bilder mit einer Lupe betrachten, um auch feinste Kalkablagerungen erkennen zu können. Im Anschluss werden Ihnen Ihre Mammogramme sowie ein ausführlicher Befund ausgehändigt.
Mammasonographie
Sie liegen auf einer Liege und der Arzt wird Ihre Brust mit einem sog. Ultraschallkopf abtasten. Zum besseren Kontakt zwischen Haut und Schallkopf dient ein wasserähnliches Gel, das zuvor auf die Haut aufgetragen wird.
Nach einem Gespräch mit dem Arzt erhalten Sie neben den Ultraschallbildern einen ausführlichen Befund.

