Brustdiagnostik
Mammografie
Die Mammografie ist für eine sinnvolle Brustdiagnostik von entscheidender Bedeutung. Nur mit der Mammografie gelingt die Detektion der diagnostisch wichtigen Mikroverkalkungen im Drüsengewebe. In manchen Fällen ist zur besseren Beurteilung dieser Kalzifikationen eine Vergrößerungsaufnahme erforderlich, da nicht jede Verkalkung ein Hinweis auf einen malignen (bösartigen) Tumor ist. Da die Mammografie nur durch den Einsatz von Röntgenstrahlen zu erzielen ist, muß besonderer Wert auf ein modernes, regelmäßig überprüftes Equipment gelegt werden. Unser Mammografiegerät ist selbstverständlich QTK-zerfiziert und wird regelmäßig überwacht, so daß eine geringe Strahlenexposition für das Brustdrüsengewebe resultiert. Nach Empfehlung mehrerer internationaler Fachgremien sollte eine Basismammografie im 35. Lebensjahr durchgeführt werden. Frauen zwischen dem 40. und 49. Lebensjahr sollten in 1-2 jährigem Abstand und Frauen ab dem 50. Lebensjahr sollten jährlich eine Mammografie durchführen lassen.
Es wird in den Medien oft irreführend über das karzinogene Potential der Mammografie berichtet. Spricht man über ein Strahlenrisiko der Mammografie handelt es sich um ein hypothetisches geschätztes Risiko. Das natürliche statistische Risiko einer Frau während ihres Lebens ein Mammakarzinom zu entwickeln liegt bei 9,3%. Unter der Annahme einer Basismammografie im 35. Lebensjahr und jährlicher Kontrollen ab dem 40. Lebensjahr erhöht sich das Risiko durch die Strahlenexposition an einem Brustkrebs zu erkranken im ungünstigsten Fall auf 9,32-9,4%. Demgegenüber steht der unbestrittene Nutzen der Mammografie in der Früherkennung von Mammakarzinomen, sodaß das theoretisches Strahlenrisiko der Mammografie tatsächlich zu vernachlässigen ist.
Eine weitere entscheidene geräteunabhängige Maßnahme für eine bessere Bildqualität und eine geringere Strahlenexposition ist die Kompression der Brustdrüse. Durch eine verstärkte Kompression kann die Bildqualität (Auflösung, Kontrast) deutlich verbessert werden und ermöglicht zum Teil erst dann die Erkennung von kleinsten Herden im Drüsengewebe. Durch eine gute Kompression wird auch die Strahlenexposition deutlich gesenkt. Bei einer Kompression der Brust von einem Durchmesser von 4,5 auf 4 cm wird die Strahlenexposition um ca. 20% gesenkt. Da die Kompression insbesondere von mastopathischem Drüsengewebe unangenehm für die Patientin sein kann, werden unsere speziell geschulten MTRA’s eine individuell angepaßte und gut zu tolerierende Kompression durchführen.

